Wir 'Alten' brauchen uns vor der Klimaerwärmung nicht zu fürchten, die soziale Kälte bringt uns vorher um !


Empört euch!

Diese Worte von Stéphane Hessel möchte ich Dir zu rufen.


Auf dem Heck einer alten Rostlaube von Auto
sah ich in meiner Jugend einmal dieses Schild:

Lach nicht,
auch Du wirst einmal alt!

Damals lachte ich nur . . .
Heute ist mir dieses Lachen vergangen.
Mein jüngster Bruder hat seinen Schlaganfall
nur für knapp 3 Jahre überlebt.
- Er war in einem Pflegeheim. -

Wenn ihr das Buch Entstation Altenheim von Anette Dowideit
gelesen habt, dann ahnt ihr möglicherweise auch, was ich meine . . .


Kommentare:

  1. Zitat:""Wir 'Alten' brauchen uns vor der Klimaerwärmung nicht zu fürchten, die soziale Kälte bringt uns vorher um ! ""

    So ist es. Ich bekam das deutlich zu spüren. In aller Verzweiflung wandte ich mich zusätzlich an bestimmte Stellen. Überall wehte mir ein eisiger Wind entgegen. Es war nicht nur die Einschränkung des Kontaktes zu der Pflegebedürftigen, sondern eben die sich darum ragenden Lügen, Massnahmen und terroristischen Aktionen, die sich dabei abspielten und mich ohnmächtig machten.

    Ich würde das nicht so deutlich und krass benennen, wenn nicht eine erfahrene Altenpflegekraft das so bezeichnet hätte. Solches unaufrichtiges falsches Verhalten des Pflegepersonals sei durchaus gängig, bekannt und nicht selten anzutreffen.

    Entschuldigend werden einem dann fadenscheinige Begründungen genannt, um sich vor dem Betreffenden von aller Schuld und eigener Verantwortung freizusprechen und schiebt es auf andere.

    Empört euch, wenn ihr mit der Tatsache konfrontiert werdet, ihr würdet der Einzige sein, der da Wünsche , Anliegen vorbringt und unzufrieden mit dem Heim wäre. Das kann nicht sein. Das ist eine Vorgehensweise die allgemein üblich ist, wenn das Heim schon zuviele Altlasten hat und die Angehörigen das mitbekommen haben. Versucht ruhig zu bleiben, wägt ab, lasst euch beraten.
    Empfohlen wird ein Heimwechsel, nur müssen Heimbewohner und Angehörige das auch wollen. Das ist aber keine Gewähr, dass es im neuen Heim besser laufen könnte. Dabei verändert sich nichts und das Heim wird seine Linie weiter so fahren. Einen alten Baum verpflanzt man nicht.
    Soll das denn zu einem Tourismus der Pflegebdürftigen werden?

    Und

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  2. ""
    Stadtbergen, den 18. 07.2014

    Verfassungsbeschwerde
    von Armin Rieger,

    wegen Verletzung der Schutzpflicht des Deutschen Staates gegenüber pflegebedürftigen Menschen durch Untätigkeit und Billigung von Missständen in der stationären Pflege, durch welche die im Deutschen Grundgesetz garantierten Grundrechte der Pflegebedürftigen missachtet werden.

    Die Beschwerde gründet sich auf die Verletzung der folgenden Artikel:

    Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und
    Abs. 3 „Bindung der Gesetzgebung, vollziehender Gewalt und Rechtsprechung“
    Art. 2 Abs. 1 „Freie Entfaltung der Persönlichkeit Art. 2 Abs. 2 „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“
    Art. 12 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 „Freie Berufsausübung“
    Art. 13 „Unverletzlichkeit der Wohnung“
    Art. 19 Abs. 2 „Ein Grundrecht darf nicht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.“
    Art. 20 Abs. 3 „Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung ... gebunden.“
    Art. 33 Abs. 1 „Jeder Deutsche hat in jedem Land die gleichen staatsbürgerlichen Rechte“
    Begründung:
    Ich bin selbst Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Haus Marie GmbH, einem auf Gerontopsychiatrie spezialisierten Pflegeheim. Das Pflegeheim wurde im Oktober 1998 eröffnet und ich fungierte zunächst nur als stiller Teilhaber und Investor. Bis dahin hatte ich mit Pflegeheimen nichts zu tun......""

    Weiterlesen:http://www.briefe.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de/Meine-Briefe-Meine%20Artikel/20_08_14----klage-rieger.php

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  3. Ein Aufruf von Werner Kollmitz:

    ""Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter !

    Liebe Angehörige !
    Liebe Heimleitungen !
    Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heimaufsicht !
    Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDK !

    Bitte, beenden Sie das Schweigen im Sinne der Würde der Hilfe und Pflegebedürftigen Menschen.
    Tragen Sie dazu bei, dass das Leiden dieser Menschen, so schnell wie möglich ein Ende hat.


    Liebe Politikerinnen und Politiker auf Bundes/Landes und Kreisebene !
    Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ministerien !

    Schauen Sie hin. Nehmen Sie die Situation war. Handeln Sie so schnell wie möglich für die Würde, Hilfe und Pflegebedürftige Menschen.
    ""


    http://pflege-prisma.de/nachtdienst-heute-finsteres-kapitel-stationarer-altenpflege/

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  4. ""
    Artikel vom 18.02.2014 - Schweigen beenden

    Danke, danke für die vielen Rückmeldungen auf meine Artikel, Briefe und Kommentare.
    Mein besonderer Dank gilt auch den vielen Solidaritätsbekundungen.

    Es haben sich viele Pflegekräfte, Angehörige und auch einige Heimleitungen bei mir gemeldet.
    Ich kann Ihnen allen zu 100 % versichern, dass die mir zugetragenen Informationen mit den beeindruckenden, aber auch erschreckenden und besorgten Schilderungen, wie versprochen von mir vertraulich behandelt werden.

    Ich kann Ihre Ängste und Unsicherheiten sehr gut nachvollziehen. Durch Kontakte mit vielen Pflegemitarbeitern und Angehörigen sowie durch meine eigene Tätigkeit und Erfahrung in der Pflege weiß ich, wie belastend und bedrückend die Situation für Sie sein muss.
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Sie müssen Schichtdienst und Wochenend-Dienst machen (oft mehrere Wochenenden hintereinander).
    Überstunden und ständiges Einspringen für Andere sind bei dem chronischen Personalmangel keine Seltenheit. Körperliche und psychische Überlastungen durch Personalmangel können nur in die Krankheit führen.

    Hinzu kommen die Nachteile für Familie, Freizeit und soziale Kontakte durch die ungünstigen Dienste.
    Als Dank gibt es eine völlig unangemessene und leistungs-ungerechte Bezahlung.
    Und dazu noch das ungute Gefühl und schlechte Gewissen, nach Dienstschluss die Arbeit nicht geschafft zu haben.

    Besonders belastend ist, dass Sie Tätigkeiten in die Dokumentation eintragen müssen, die Sie oft gar nicht leisten können. Denn wenn nicht alles eingetragen ist, bekommt das Heim eine schlechtere Note.
    Dieser Konflikt wird besonders schwer, da muss sich schnellstens etwas ändern.
    Der Widerspruch zwischen sehr guten Heimnoten und der Heimrealität kann so nicht weiter bestehen
    bleiben.

    Der Pflegeaufwand ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Pflege von schwerstpflegebedürftigen mehrfach erkrankten Menschen (besonders mit Demenz) hat immer mehr zugenommen.
    Seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 erhalten die Einträge in die Dokumentation ein besonderes Gewicht. Gut ein Drittel der Dienstzeit muss zurzeit für Nebentätigkeiten eingeplant werden.
    Deshalb ist menschenwürdige Pflege mit diesem Personalschlüssel einfach nicht zu schaffen. So kann und darf es nicht weitergehen.

    Ich werde mit Ihnen gemeinsam mit Sicherheit einen Weg finden, dass Sie keine Konsequenzen bzw. Nachteile zu befürchten brauchen, um dieses belastende Schweigen zu beenden.
    Bleiben wir also in Kontakt.

    Liebe Grüße
    Werner Kollmitz

    ""

    http://www.kommentare.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de/Rueckantworten-der-Politiker/18_02_14-das-schweigen-beendet.php

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