Wir 'Alten' brauchen uns vor der Klimaerwärmung nicht zu fürchten, die soziale Kälte bringt uns vorher um !


Montag, 1. Juli 2013

C. Fussek und G. Schober: Es ist genug!

Letzte Aktualisierung am 03.07.2013 - 09:32 h
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Ich habe dieses Buch gerade gelesen.
Die beste Rezension habe ich bei Buchperlen gefunden.
Siehe auch hier in diesem Vortrag im Netz (Bayern plus).
Ab Minute 5:50 werden hier die Verantwortlichen für die Mißstände in den Pflegeheimen klar und unmißverständlich benannt!

Aus eigener Erfahrung kann ich jede Zeile dieses Buches nachvollziehen.
In meinen Augen waren die 3 Jahre Aufenthalt in einem Pflegeheim
für meinen Bruder Folter, an deren Ende ein noch immer nicht ganz
geklärter qualvoller Tod stand.

Ja, "Auch alte Menschen haben Rechte" . . .
aber es scheint kaum jemanden zu kümmern,
ob diese Rechte mit Füßen getreten werden.

Beide Autoren warten nun darauf, daß sich endlich einmal jemand
findet, der eine Verfassungsklage anstrengt . . . (Seite 125 und 184)
- Wenn ich das Geld dazu hätte, ich würde das sofort tun.
- Oder findet sich da etwa ein Rechtsanwalt, der mir nach dem Motto
- "Pro bono publico" zur Seite stehen mag?

Kommentare:

  1. Auszug aus einem Betreuerbericht
    anno Domini 2013

    Arbeitstitel:

    Wer nicht passt, wird zurechtgeschnitten

    Ziffer 12.

    Mit dem Betreuten halte ich wie folgt persönlichen Kontakt:
    ------------------------------------------------------------------------

    „regelmäßige Besuche in der Einrichtung“

    Ziffer 13.

    Sonst habe ich zu berichten:
    ----------------------------------

    „Die krankheitsbedingte Vorgeschichte setze ich als weitestgehend bekannt voraus.

    Herr H. leidet an einem multiplen Krankheitsbild und ist dabei bettlägerig. Dies führt zudem zu häufigen Klinikaufenthalten des Betroffenen.

    Der Umgang mit Herrn H. selbst, war auch weiterhin schwierig, da er gegen alles etwas auszusetzen hatte und somit auch mit allem unzufrieden wirkte.
    Will man mit ihm konkrete Absprachen treffen, weicht er aus und verweigert eine Antwort.

    Aufgrund der nicht behandelten Entzündung des Fußknochens, kam es in diesem Betreuungszeitraum schließlich zu einer Notamputation bei Herrn H.
    Im Anschluss daran, hatte sich der Gesundheitszustand des Betroffenen stabilisiert.

    Aber auch im Kontakt, war der Betroffene zugänglicher und absprachefähiger geworden.

    Das Grundstück des Betroffenen, konnte durch einen Auktionator zum Zwecke des Verkaufs geräumt und schließlich versteigert werden.
    Der notarielle Kaufvertrag liegt dem Vormundschaftsgericht zur Genehmigung vor.

    Am .... 2013 wurde Herr H. notfallmäßig in das P. Krankenhaus, R. eingewiesen
    (Anm.: über zwei Stadtgrenzen hinweg) und ist dort aufgrund seiner multiplen Erkrankung am (Anm.: Tag danach) 2013 verstorben.“

    Ich versichere die Richtigkeit und Vollständigkeit.

    Federstrich

    Diplom Sozialpädagoge K.
    ==========================
    Anmerkung:

    Der Möchtegern „Ersteher“ des Grundstücks des „Betroffenen“
    ist der unmittelbare Nachbar, der den „Betroffenen“ nie im Pflegeheim
    besuchte und auch der „BRDigung“ fernblieb.

    Die „Versteigeigerung“ fand im Hinterzimmer einer Kneipe statt.

    „Gutachter“ und „Auktionator“ waren identisch.
    Er ist mit der „Geschäftsführerin“ des „Auktionshauses“
    verwandt und arbeitet „ehrenamtlich“ als Gutachter.

    Das letzte Grundstück des „Betroffenen“
    ist aktuell ca. 2 m² groß.

    Entspricht in etwa dem „Pflegebett“
    in dem er zuvor vier Jahre lebendig begraben war.

    ==========================
    Die stete Sammlung
    von Pfandflaschen
    bleibt effektiver
    als Robentheater
    vor dem Verfassungsgericht.

    Der schwache Trost ist

    mit absoluter Sicherheit
    kommen
    Siechtum
    und Knochenmann
    selbst
    beim Richter an.

    Der seit Jahrzehnten
    bekannte Zustand
    in unseren „Pflegeheimen“
    bleibt die gesellschaftlich,
    amtlich und politisch
    tolerierte Eutanasieform der
    Marke Schwarz Rot Gold
    nach 1945.

    Eisschollen aus Beton
    von Betonköpfen.

    Keine Archen für die letzte
    Fahrt sondern definitiv Totenschiffe.
    ===========================
    Abgezockt und totgepflegt

    passt

    Mit freundlichen Grüßen phw

    P.S.:
    muss los zum sammeln, reicht sonst nicht zum
    Aufstocken der Windelpauschale,
    is ja nur Teilkasko gegen Selbstbeschiss.


    Lieber Herr B. O. aus USA

    ich habe diesen Beitrag hier fein „entpersonifiziert“

    Sollte ich endgültiger „Pflegefall“ werden,
    bin ich das dann zeitgleich.

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  2. Nun PHW, so isses!
    Und was machen wir draus?
    Du gehst Flaschen sammeln.
    Und ich regele meine Dinge beizeiten mit den Möglichkeiten
    einer Generalvollmacht,
    einer Vorsorgevollmacht und
    einer Patientenverfügung.
    Außerdem lade ich mir meine Kinder ein und verklare denen,
    daß sie Reanimierungsversuche bei mir gefälligst
    sein lassen sollen und auch 112 erst dann wählen,
    wenn sicher ist, daß ich mich im Jenseits befinde.

    Dabei habe ich nur ein Problem.
    Das ist die Frage, ob ich "der Hüter meines Bruders" bin.
    Kann ich ruhig zusehen, wie alte Menschen gequält und ausgenommen werden, bevor sie sich von dieser Welt verabschieden dürfen?
    Kann ich zusehen, wie ihre Körper verwertet und ausgenommen werden, um Anderen eine recht zweifelshafte Lebensverlängerung angedeihen zu lassen?

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Rentner Anton,

    Die Lösungsmöglichkeiten
    sind bekannt, jedoch nicht populär.

    Selbst im Elend ist Menschlein Michel
    nur äußerst schwer solidarisierungsfähig.

    Aufgeben ist keine Alternative.

    Die "etablierten" Wohlfahrtsverbände sind
    allerdings auch keine.

    Verehrte Mitleser,
    die "Betroffenen" werden übrigens immer
    jünger.

    Die "Wahlhelfer" im September 2013 in den
    Pflegeheimen ans Bett fixieren, PEG
    und SPDK legen, sowie die 30 Liter Windel
    anflanschen wäre vielleicht ein erster
    Ansatz.

    phw

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    1. Oha PHW,
      Dein letzter Absatz klingt nach "Gehalt" (oder sollte da ein "w" anstelle eines "h" stehen?) so ein wenig nach Französische Revolution oder nach Passagen aus dem Alten Testament, so nach dem Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn".

      Möglicherweise ist das tatsächlich der einzige Ausweg.
      Politiker scheinen einen breiten - und gut gepolsterten - Hintern zu haben, auf dem sie die Probleme bequem aussitzen anstatt diese sozialverträglich zu lösen.

      Löschen
    2. Auch ohne "Pflegehilfsmittel"
      kann ein Aufenthalt
      im BRD Pflegeheim sehr aufschlußreich sein.

      28 Tage
      Kurzeitpflege statt Dschungelcamp
      oder Pauschalreise.

      Einfach mal anonym
      ohne Promibonus
      im Pflegeheim Probeliegen.

      Wär ne schöne Pflichtübung für
      Politiker vor dem Amtsantritt.

      phw

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  4. Lieber PHW!
    Deine Kommentare in Richtung Politiker und meine Erfahrungen mit deren offensichtlichen Desinteresse in Sachen Altenpflege, haben mich dazu bewegt, einen neuen Blog zu starten.

    http://wahlen-2013.blogspot.de/
    Wahlen?
    Zuerst kommen die 3 großen "T T T"


    Dieser Blog hier wird also bis zur Bundestagswahl nur noch spärlich mit Texten gefüttert.

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    1. Moin Rentner Anton,

      aktuell fielen mir für Bundestag und Bundesrat
      die Analogien Augsburger-Puppenkiste und Kasperle-Theater ein.

      Auf kommunaler Ebene wäre da noch das Schmierentheater übrig.

      Wie bei der Mülltrennung kann da schon mal was in die falsche
      Tonne geraten.

      Die herausragende politische Leistung des neuen Jahrtausends,

      Bepfandung von Einwegflaschen.

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  5. http://www.formatp.net/2013/09/03/burn-out/

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